Nasenbluten bei Stress

Etwa 60 Prozent aller Menschen leiden in ihrem Leben mindestens einmal unter Nasenbluten. Neben Ursachen, wie genetischer Veranlagung oder einer ausgetrockneten Schleimhaut, geben viele auch Stress als Ursache für die Blutungen an. Bis heute ist nicht die Frage geklärt, ob Stress wirklich eine Ursache für Nasenbluten ist, oder, ob das ganze andersherum ist, ob Nasenbluten Stress entstehen lässt. 

Ursachen

Bei körperlichem oder psychischem Stress wird ein Teil des Nervensystems namens Parasympathikus aktiviert. Dadurch wird das Hormon Adrenalin verschüttet, wodurch die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen. Der Blutdruck in den Gefäßen steigt an, auch in der Nasenschleimhaut. Bei zu starker Durchblutung können die Gefäße verletzt werden, oder können sogar platzen.

Dadurch entsteht Nasenbluten unter Stress. Das ist aber bis heute nicht wissenschaftlich belegt.
Wenn Nasenbluten bei Stress häufiger vorkommt, könnte das Ganze auf eine Krankheit zurückzuführen sein, zum Beispiel arterieller Bluthochdruck. Bei dieser Krankheit ist der Blutdruck schon im Normalzustand sehr hoch, sodass schon bei nur wenig Stress Nasenbluten hervorgerufen werden kann.

Ein durchgehend zu hoher Blutdruck kann schlimme, langfristige Folgen, wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte hervorrufen, deswegen sollte man unbedingt einen Arzt aufrufen, wenn man den Verdacht hat, unter arteriellem Bluthochdruck zu leiden.

Therapie

Um zukünftig gegen Nasenbluten gewappnet zu sein, sollten Sie wissen, wie man damit umgehen sollte, falls es wieder so weit ist. Beim Anfang des Nasenblutens sollten Sie möglichst die Ruhe suchen und sich kurz zurückziehen, zu Not auf die Toilette oder auf die Terrasse. Dadurch soll verhindert werden, noch mehr unerwünschte Aufmerksamkeit zu bekommen und dadurch noch gestresster zu werden.

Anschließend sollten Sie den Kopf leicht nach vorne beugen und mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel für 10 bis 15 Minuten zusammendrücken. Zusätzlich können auch kalte Waschlappen oder Umschläge auf dem Nacken hilfreich sein. Letztendlich sollten Sie während den 10 bis 15 Minuten außerdem versuchen Ruhe zu bewahren und ruhig zu atmen. Denken Sie also an etwas schönes und nicht an das, was Sie heute noch alles zu erledigen haben. 

Prophylaxe 

Am besten ist es natürlich, Stresssituationen versuchen zu vermeiden. Da es häufig aber nicht ganz ohne solche Situationen geht, sollten Sie sich gut darauf vorbereiten. Meditation hilft vielen Menschen sich zu beruhigen und so Nasenbluten vorzubeugen.

Man ist im Alltag oft gelassener und die „Stressschwelle“ steigt. Außerdem helfen Nasensprays und pflegende Salben der Nasenschleimhaut oft. Im Winter sollten Sie zudem auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit achten.

Nasenbluten beim Kind

Manchmal haben Kinder Nasenbluten unter Stress bei Problemen in der Schule oder zu Hause. Aber häufig ist es einfach nur das Nasenbohren und somit nichts langfristiges. Dazu kann man den Kindern mit etwas Geduld beibringen, damit aufzuhören. Also achten Sie am besten auf Ihre Kinder, ob sie nur in der Nase bohren oder vielleicht doch etwas schlimmeres haben.