Hornhauttransplantation

Eine Hornhauttransplantation oder ein Transplantat ist ein chirurgisches Verfahren zum Entfernen und Ersetzen der gesamten oder eines Teils der Hornhaut. Die Hornhaut ist das vordere Fenster des Auges und bedeckt die Iris, die Pupille und die Vorderkammer.

Was ist Hornhaut?

Die Hornhaut besteht aus 5 Schichten: dem Epithel, der Bowman-Schicht, dem Stroma, der Descemet-Membran und dem Endothel. Wenn eine oder mehrere dieser Schichten erkrankt oder beschädigt sind, kann eine Hornhauttransplantation erforderlich sein. Es gibt 3 Haupttypen von Hornhauttransplantationen, wobei jede einen anderen Teil der Hornhaut ersetzt, je nachdem, was benötigt wird. Alle Arten von Hornhauttransplantationen verwenden Spendergewebe, um das erkrankte oder beschädigte Hornhautgewebe zu ersetzen. Das Spendergewebe wird aus einer gesunden, klaren Hornhaut aus dem Auge eines verstorbenen Spenders entnommen.

Eindringende Keratoplastik (PK)

Diese Art der Hornhauttransplantation ersetzt die volle Dicke der Hornhaut durch ein gesundes und klares Spendergewebe und ist erforderlich, wenn eine Hornhaut schwer beschädigt oder krank ist und keine andere Möglichkeit der Operation besteht. PK kann unter Lokal- oder Vollnarkose durchgeführt werden und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Während der Operation wird ein zentraler 8-mm-Knopf der Hornhaut entfernt und ein ähnlich großer Knopf der Spenderhornhaut mit winzigen Stichen eingenäht. Nach der Operation bleibt das Sehvermögen für einige Tage neblig und/oder trüb und verbessert sich für etwa 12-18 Monate allmählich.

Einzelne Nähte können drei Monate nach der Operation entfernt werden, aber eine vollständige Entfernung der Nähte erfolgt erst mindestens ein Jahr nach der Operation. Nach der Operation und nach vollständiger Heilung haben etwa 75% der Transplantatempfänger eine ausreichende Sehkraft, um legal zu fahren, aber um die besten Ergebnisse beim Sehen zu erzielen, müssen möglicherweise eine Brille oder Kontaktlinsen getragen werden.

Tiefe anteriore lamellare Keratoplastik (DALK)

Diese Art der Hornhauttransplantation ist eine Teildickentransplantation und ersetzt die vorderen 99% der Hornhaut durch eine Spenderhornhaut. Im Gegensatz zur perforierenden Keratoplastik hält DALK die hinteren Schichten der Hornhaut, die Membran und die Endothelschicht des Descemet an Ort und Stelle und wird als Alternative zu PK verwendet, wenn diese hinteren Schichten der Hornhaut gesund sind. Die Operation selbst wird ähnlich wie bei PK durchgeführt, aber es wird nur wenig Spenderhornhaut verwendet.

Auch hier werden Stiche verwendet, um das Spendergewebe an Ort und Stelle zu halten, aber da nur ein Teil der Hornhaut ersetzt wurde, sind Heilung und visuelle Erholung in der Regel schneller als bei PK. Um nach einer Operation das beste Sehvermögen zu erhalten, müssen möglicherweise eine Brille oder Kontaktlinsen getragen werden.

Endotheliale Keratoplastik (EK)

Diese Art der Hornhauttransplantation ist eine Teildickentransplantation und ersetzt nur die hinteren Schichten der Hornhaut. Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Transplantaten kann EK weiter in zwei Methoden unterteilt werden: Descemets Stripping endotheliale Keratoplastik (DSEK) und Descemets Membranendotheliale Keratoplastik (DMEK). Sowohl DSEK als auch DMEK sind sehr ähnlich und das Verfahren zu ihrer Durchführung ist das gleiche, aber DMEK unterscheidet sich, da das Spenderhornhautgewebe kein Stromalschichtgewebe enthält.

Der Facharzt für Augenchirurgie entscheidet, welche Operation notwendig ist, abhängig von den vorhandenen Schäden oder Krankheiten. EK-Transplantate werden bei Problemen an der Rückseite der Hornhaut eingesetzt. Um die Hornhaut klar zu halten, werden die Zellen, die das Innere der Hornhautflüssigkeit auskleiden, um das Anschwellen der Hornhaut zu verhindern, wenn nicht genügend Zellen aufgrund von Krankheiten oder Schäden vorhanden sind, dann beginnt die Hornhaut zu schwellen und das Sehvermögen wird getrübt. Die Operation wird anders durchgeführt als bei PK und DALK; sie wird wieder unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt, aber es wird ein sehr kleiner Schnitt zwischen dem farbigen und weißen Teil des Auges gemacht. Durch diese Öffnung entfernt der Augenchirurg die dysfunktionalen Endothelzellen und eine Scheibe mit Spenderzellen wird wieder ins Auge gelegt.

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Die Spenderendothelzellen werden mit einer Luftblase auf die Rückseite der Hornhaut gedrückt und der Patient muss nach der Operation ca. 1 Stunde still liegen, um sicherzustellen, dass die Luftblase an ihrem Platz bleibt. Gelegentlich können einige Stiche zum Schließen des Schnittes erforderlich sein. Das Sehvermögen bleibt für einige Tage neblig oder trüb und wird über 3-4 Monate hinweg verbessertFree Reprint Artikel, wie bei allen Arten von Hornhauttransplantaten können Brillen oder Kontaktlinsen nach der Operation benötigt werden, um die besten Ergebnisse vom Sehen zu erhalten.